Fett oder nicht Fett....

So treffen Sie Ihre Wahl

Irene Pichlhoefer : Mehrfach ungesättigten Fetten sollten vor anderen beim Verzehr der Vorzug gegeben werden.

Bei unseren regelmässig stattfindenden Ernährungsberatungen werden immer wieder Fragen bezüglich des "richtigen" Nahrungsfettes gestellt.

Tatsache ist, das unser Körper Fett braucht, um gut zu funktionieren, beispielsweise bei der richtigen Verwertung von Kalzium und bei der Aufnahme der fettlöslichen Vitamine. Etwa 30 Prozent des täglichen Energieumsatzes werden durch Fette gedeckt, das sind ca. 60-80 Gramm.

Es gibt die sogenannten "ungesunden", gesättigten Fettsäuren, die z.B. im Kokosfett und im Schweinefleisch (Wurst) in grosser Menge vorkommen. Diese sollten, soweit wie möglich, vermieden werden, weil sie sehr sie unter anderem zu Erkrankungen der Blutgefässe führen.

Aus den ursprünglich gesunden Pflanzenfetten entstehen durch die (künstl.) industrielle Härtung sogenannte  Transfette, die das Herzinfarkt- und Schlaganfallsrisiko erhöhen. Diese Fette werden häufig in Bäckereien oder Fast Food-Restaurants verwendet und sind sehr ungesund!!!

In Österreich hat nach einem Test der AK jedes 4. untersuchte Produkt mehr als 2 Prozent Transfette. Aus diesem Grund wären sie zum Beispiel in Dänemark verboten.

Der tägliche Verzehr an Transfetten sollte folgende Grenzwerte nicht überschreiten:

Volksschulkinder 1,5 g
Frauen 2,5 g
Männer 3,0 g

Zum Vergleich:

1 Burger King Whopper enthält 1,60 g  Transfett
1 Eßlöffel Teebutter 0,05 g Transfett
 
Gerade für Kinder, die gerne Kipferl u. Fast Food essen, kann das ein enormes Gesundheitsrisiko darstellen!
Die natürlichen Transfette in Butter, Milch u. Fleischprodukten v. Rind, Kalb, Schaf und Ziege kommen nur in geringer Menge vor und sind weniger schädlich.

Unser Körper braucht die "gesunden" ungesättigten Fettsäuren aus Pflanzenölen, Nüssen u. Fisch (z.B. in Lachs u. Thunfisch sind wertvolle Omega 3 Fettsäuren enthalten). Besonders gut geeignet zum Frittieren ist Erdnussöl, weil es 35-70 Prozent Ölsäure enthält, auch Sonnenblumenöl besteht zu etwa 65 Prozent aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren und eignet sich zum Braten, Backen nd für Salate. Weitere Spitzenreiter für mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind Sesamöl, Distel u. Kürbiskernöl.

Kaltgepresstes, natives Olivenöl (darauf sollten sie achten) und Rapsöl besteht aus einfach gesättigten Fettsäuren. Leinöl sollte nur für kalte Gerichte verwendet werden.
 
Nun hoffe ich, daß meine Recherchen etwas hilfreich waren und wünsche Ihnen Guten Appetit,
 
Herzlichst
Irene Pichlhöfer
 
Ps: Wenn Sie Fragen haben, können Sie mir gerne ein e-mail schicken.

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Irene Pichlhöfer